Wärmebildkamera
Thermische Bildgebung bei Rugged Smartphones
Eine Wärmebildkamera erfasst von Oberflächen abgegebene Infrarotstrahlung und stellt Temperaturunterschiede als thermisches Bild dar.
Was eine Wärmebildkamera sichtbar macht
Jedes Objekt oberhalb des absoluten Nullpunkts gibt elektromagnetische Strahlung ab. Ein thermischer Sensor erfasst einen Teil dieser Infrarotstrahlung und übersetzt Unterschiede in ein sichtbares Bild.
Je nach Gerät und Sensor können zusätzlich Messwerte, Temperaturpunkte oder Bildüberlagerungen verfügbar sein. Die genaue Aussagekraft hängt unter anderem von Sensorauflösung, Kalibrierung, Emissionsgrad, Entfernung, Reflexionen und Messbereich ab.
Wärmebild ist keine normale Nachtsicht
Eine Wärmebildkamera benötigt kein sichtbares Licht und keine Infrarotleuchte, um Temperaturkontraste darzustellen. Eine aktive Infrarot-Nachtsichtkamera beleuchtet die Szene dagegen unsichtbar und bildet reflektiertes Infrarotlicht ab.
Typische Grenzen
- Wärmebildkameras sehen nicht pauschal durch Wände.
- Glänzende Oberflächen können Wärmestrahlung reflektieren.
- Eine farbige Darstellung ist eine Visualisierung, keine natürliche Farbe.
- Ein Smartphone-Modul ersetzt bei sicherheitskritischen Messungen kein geeignetes, kalibriertes Fachgerät.
Relevante Daten beim Vergleich
- Sensormodell,
- thermische Auflösung,
- Bildrate,
- Messbereich,
- radiometrische Messfähigkeit,
- Software- und Exportfunktionen.
Im geprüften Gerätekatalog werden Wärmebild und Nachtsicht in getrennten Datenfeldern geführt.
- 1Temperaturunterschiede an Bauteilen können als thermisches Muster sichtbar werden.
- 2Ein warmer Gegenstand kann auch in völliger Dunkelheit thermisch erkennbar sein.
- 3Reflektierende Metalle können die Interpretation eines Wärmebilds erschweren.