Infrarot-Nachtsicht
Aktive IR-Beleuchtung bei Smartphone-Kameras
Eine aktive Infrarot-Nachtsichtkamera beleuchtet eine dunkle Szene mit für Menschen unsichtbarem Infrarotlicht und bildet das reflektierte Licht mit einem geeigneten Sensor ab.
So funktioniert aktive Infrarot-Nachtsicht
Infrarotleuchten senden Licht außerhalb des sichtbaren Bereichs aus. Oberflächen reflektieren einen Teil davon zurück. Ein dafür geeigneter Kamerasensor macht diese Reflexionen als Bild sichtbar – häufig monochrom.
Das Prinzip ähnelt einer Taschenlampe plus Kamera, nur dass das verwendete Licht für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.
Abgrenzung zur Wärmebildkamera
| Merkmal | Infrarot-Nachtsicht | Wärmebild |
|---|---|---|
| Erfasste Information | Reflektiertes Infrarotlicht | Abgegebene Wärmestrahlung |
| Aktive Beleuchtung | Häufig erforderlich | Nicht erforderlich |
| Darstellung | Kameraähnliches Bild | Temperatur- beziehungsweise Kontrastkarte |
| Temperaturmessung | Nein | Je nach Sensor möglich |
Wichtige Vergleichsdaten
- Auflösung des Nachtsichtsensors,
- Anzahl und Position der IR-Leuchten,
- Reichweite unter definierten Bedingungen,
- Fokus und Bildrate,
- Verhalten bei reflektierenden Flächen.
Beispiel DOOGEE S98
DOOGEE dokumentiert beim S98 eine 20-MP-Nachtsichtkamera mit Sony-IMX350-Sensor und zwei Infrarotleuchten. Das ist aktive Nachtsicht und keine Wärmebildkamera. Genau diese Unterscheidung war im früheren Datensatz falsch und wird im geprüften Katalog nun getrennt abgebildet.
- 1Eine IR-Leuchte kann eine Szene sichtbar machen, die für das Auge dunkel bleibt.
- 2Nachtsicht zeigt Formen und Oberflächen, aber keine Temperaturkarte.
- 3Beim DOOGEE S98 ist die dokumentierte 20-MP-IR-Kamera eine Nachtsichtkamera.